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Trennungsgeld für Westbeamte, eine Leserpost dazu

2007, 9. Juni: MAZ vom 7. Juni 2007: Keine Rüge für die Regierung. Landtag debattierte über Trennungsgeld.

Seit Jahren gibt es immer wieder Berichte über unrechtmäßiges Kassieren von Trennungsgeld durch Landesbedienstete. Was mir dabei zunächst einfällt, ist der Begriff „weggelobt“. Wenn der Leiter einer Behörde vor der Frage steht, wen er aus seiner Mannschaft – hier zum Beispiel als „Aufbauhelfer Ost“ – weggeben kann, dann wird es in der Regel nicht der beste Mann bzw. die beste Frau aus dem Team sein. Man schickt den weg, der die kleinste Lücke hinterläßt. Das ist ganz einfach eine Frage des gesunden Menschenverstandes. Und Personen, denen man klar gemacht hat, daß am alten Platz keine richtigen Aufstiegschancen bestehen, sind leicht zu überzeugen, woanders ihr Glück zu versuchen. Erst recht, wenn dazu ordentliches „Buschgeld“ als materielle Stimulierung kommt. Der Ehre halber will ich sagen, daß es wohl auch Idealisten gegeben haben mag, die in erster Linie hier her kamen, um zu helfen. Trotzdem zeigt sich, daß beim Aufbau der neuen Verwaltung die Chefetagen nicht immer mit der ersten Wahl besetzt worden sind. Offenkundig war darunter mancher Raffke. Laut Presse sind immer noch 1124 Fälle anhängig, wo Beamte und Angestellte unberechtigt Trennungsgeld kassiert haben. Die Zahl belegt, daß es sich um eine Art „Massenorganisation“ handelt. Es ist auch plausibel, daß sich die Aufklärung ewig lange hinzieht, schließlich finden sich bei den Gerichten, Staatsanwaltschaften usw. Menschen mit ähnlicher Vita, die deshalb schon viel Verständnis für einander haben.

Dennoch können wir in Brandenburg zu Frieden sein, daß es sich soweit bekannt nur um Finanzschwindelei handelt, aus Sachsen hört man viel Schlimmeres.