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Geburtsort Jüterbog abgeschafft!

Für die Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 organisierte die Lokalzeitung Ende August ein Forum, bei dem die Möglichkeit bestehen soll, die 6 Bewerber zu prüfen. Der Veranstalter begann das „Casting“ damit, daß einer nach dem anderen dieselben Eingangsfragen beantworten sollte. Eine der Fragen lautete, „was war das Dümmste, das Ihnen je in Jüterbog passiert ist?“ Bis auf eine Kandidatin waren alle Bewerber von dieser Frage überrumpelt. Doch diese Frau wußte Antwort: „Die mir eben gestellte Frage!“, was ihr Szenenapplaus einbrachte.

Anschließend sollten die Kandidaten Schätzfragen beantworten. Eine der Fragen lautetet: Wie viele Kinder wurden 2010 in Jüterbog geboren? Ein Nummerngirl zeigte dem Publikum – von den Kandidaten abgewandt – schon einmal die Antwort. Sie sollte 103 lauten. Der Verfasser rief aus dem Zuschauersaal dazwischen: „Falsch! Gar keine!“ Das rief beim Veranstalter Verwirrung hervor. Als geklärt war, daß alle diese Kinder auswärts, in den Entbindungsstationen von Luckenwalde, Herzberg oder Bad Belzig zur Welt gekommen waren, da wollte der Redakteur die Situation retten und formulierte die Frage um in: „Wie viele Kinder wurden 2010 in Jüterbog gezeugt?“ Das löste zwar im Publikum ein Lachen aus, doch das Niveau der Veranstaltung wurde damit wohl kaum gehoben. (Um der Peinlichkeit aus dem Wege zu gehen, ist in der folgenden Presseberichterstattung die Frage auf „Wie viele Babys gab es 2010 in Jüterbog“ umformuliert worden.)

Wesentlicher als solche Schätzfragen in Stile von schlechtem Privatfernsehen wäre wohl eine Diskussion zum Thema Gesundheitspolitik.