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Behördliche Selbstüberschätzung

20. Sept. 2011 - Ampelanlage in Kloster Zinna ist deshalb notwendig, weil sie gebaut wurde

In der Ausgabe vom 17./18. September 2011 berichtete die MAZ unter der Rubrik „Sorgentelefon“ über „Ärger mit der neuen Ampel“ in Kloster Zinna. Streitthema ist, ob es sinnvoll war, die Ampelanlage, welche das Einbiegen in die B 101 von der Klosterstraße aus erleichtern soll, abzuschalten und an anderer Stelle eine weitere zu errichten. Ich will mich hier nicht in den Streit über das Für und Wider zu den beiden Ampeln einmischen. Doch ein Satz in dem Bericht erzeugt Kopfschütteln: „Keiner hätte sich hingestellt und eine teure Ampel gebaut, wenn diese keinen Sinn machen würde.“ So wird die Vertreterin des Jüterboger Bauamtes wörtlich zitiert. Dieser Satz zeugt m. E. von einem gerüttelt Maß Selbstüberschätzung. Nach dieser Logik hieße es, allein weil für eine Sache Geld ausgegeben wurde, zeigt, daß die Sache notwendig war. Das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler spricht hier eine andere Sprache. Viele der Grünbrücken oder Krötentunnel bei den Straßenbauvorhaben sind schwer mit dem gesunden Menschenverstand in Einklang zu bringen. Oder nehmen wir nur ein größeres kommunales Bauvorhaben Jüterbogs der jüngsten Vergangenheit: Das sogenannte „4 Tor der Stadt“. Unter diesem werbewirksamen Namen sind in Jüterbog 2 Unsummen ausgegeben worden. Über den Sinn jedoch ließe sich trefflich streiten.

(Der Text ist als Leserbrief am 23. September 2011 in der MAZ veröffentlicht worden)