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Spanien zieht seine Soldaten aus dem Irak zurück

April 2004 „Rückzug“ Kommentar von Herrn Schuler vom 20. April und meine Meinung dazu

Nach den Protesten auf der Leserbriefseite nach dem letzten scharfmacherischen Kommentar des Herrn Schuler hätte man annehmen können, er widmet sich nun mehr dem Sportteil der Zeitung oder würde zumindest moderate Töne in der Politik anschlagen. Doch weit gefehlt! Er ist sich treu geblieben und vor allem seiner Kriegspartei in Washington.

Er wirft den Spaniern vor, ihr Truppenabzug wäre verantwortungslos. Die neue Regierung würde die Folgen ihres Handelns nicht bedenken. Er klagt ein, daß die jetzige Regierung die von den Vorgängern getroffenen Zusagen nicht einhalten würde. Ist sie nicht gerade deshalb vom Volke gewählt worden, weil sie eine andere Politik versprochen hat? Man muß schon sehr seltsame Vorstellungen von Demokratie haben, wenn man einer Partei vorwirft, ihre Wahlversprechen auch in die Tat umzusetzen.

Und wenn schon solche Maßstäbe angelegt werden, die Zusagen der Vorgängerregierungen sind weiterhin einzuhalten, warum verlangt der Kommentator Selbiges  nicht auch von der Bush-Administration? Ich fand bisher von ihm keine kritischen Bemerkungen wegen der Kündigung von Abrüstungsvereinbarungen oder von Umweltabkommen durch die USA. Solche Blindheit gegenüber dem „großen Bruder“, an dem keine Kritik geübt werden darf und der immer alles richtig macht,  kenne ich noch von meinem Politoffizier aus der Wehrdienstzeit.

Und dann noch den Spanien vorzuwerfen, sie würden den Irak im Chaos zurücklassen. Wer hat denn das Chaos erst geschaffen oder zumindest planlos entstehen lassen? Das waren doch die jetzigen Besatzungsmächte, denen es nicht gelang, sich dem Volk als Befreier zu präsentieren.

Unmittelbar über dem Kommentar „Zum Tage“ kann man lesen, wie teuer es einem kommt, solche Gedanken zum Frühstück serviert zu bekommen. Da steht nämlich der Zeitungspreis. Und mehr denn je stelle ich mir die Frage, ist mir das Geld nicht zu schade, um derartige Ideologien konsumieren zu müssen?

(Die unterstrichenen Passagen wurden bei der Veröffentlichung weggelassen)